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New York im Winter Teil 2: Brooklyn, Dyker Heights und MoMA

Tag 4

Unser 4. Tag begann mit einem Spaziergang rund um eines meiner Lieblingsgebäude in Manhattan: das Flatiron Building. Das "Bügeleisengebäude" hatten wir zwar schon beim letzten Mal gesehen, jedoch fuhren wir nur kurz mit dem Bus vorbei und ich wollte es noch einmal in Ruhe betrachten.

Später fuhren wir noch ins Oculus zum World Trade Center und gingen ins Eataly, um uns dort eine der leckeren Pizzaschnitten dort zu genehmigen. Leider gibt es davon kein Foto, der Hunger war zu groß.

Am Nachmittag machten wir einen großen Spaziergang an der Wall Street und gingen ziemlich weit. Der Financial District ist, wie ich finde, wieder eine ganz eigene Welt im Vergleich zu Midtown. Viele laufen im Anzug herum, man sieht sehr teure Autos und imposante Gebäude. Aber auch vor Allem zu Weihnachten ist dieses Viertel sehr sehenswert.

Weihnachtslichter von Dyker Heights in Brooklyn

Aber nun endlich zum Highlight dieses Tages. Es dämmerte allmählich und wir waren bereits auf dem Weg nach Brooklyn. Wenn man in der Weihnachtszeit in New York ist, dann muss man einfach zu den Weihnachtslichtern von Dyker Heights, welches ein wohlhabendes Viertel in Brooklyn ist. In diesem konkurrieren die Nachbarn schon seit Jahren, wer die schönste Weihnachtsbeleuchtung hat und stellen dies offen zur Schau. 

 

Man kennt es ja aus den amerikanischen Filmen: die Häuser sind voll mit bunter Deko, enorm vielen Lichtern und das Motto lautet "mehr ist mehr". In Manhattan sieht man ja schon imposante Dekorationen, aber es ist trotzdem noch sehr stilvoll, wie ich finde. Auf einer ganz anderen Ebene spielt sich das Ganze in den Dyker Heights ab.

 

Von Midtown braucht man ungefähr eine Stunde in dieses Viertel, wobei man dann von der Subway noch 15-20 Minuten zu Fuß gehen muss um zu den Straßen zu gelangen, die bei der "Weihnachtsshow" mitmachen. Es gibt natürlich auch geführte Bus-Touren und man kann sich von Manhattan aus ein Taxi nehmen aber ich habe nicht eingesehen, wieso ich 100$ für eine Bus-Tour zahlen soll oder für ein Taxi, wenn ich das Ganze ja ganz leicht auf eigene Faust erkunden kann, aber das bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

 

Die Highlights findet man in der 11th bis zur 13th Avenue und von der 82th bis zur 84th Street aber man merkt sowieso gleich, wenn man da ist, da die besagten Straßen hell erleuchtet sind. Aber seht selbst.

Also ich habe mir ja so einiges vorgestellt, aber was sich in diesem Viertel abspielt ist nochmal ein anderes Level. Es ist unglaublich, mit welcher Liebe zum Detail und Hingabe diese Häuser teilweise dekoriert sind. Ich möchte aber gar nicht wissen, wie viel Geld in diese Dekorationen jedes Jahr fließen und wie hoch die Stromrechnungen in diesem Viertel sind.

 

Wir sind, wie ihr bei den Bildern am Anfang sehen könnt, ziemlich pünktlich zur Dämmerung bei den Dyker Heights angekommen und das war perfekt, denn da waren noch nicht viele Besucher da. Wir sind sicher über eine Stunde gemütlich durch die Straßen geschlendert und haben die Häuser und Gärten bewundert und merkten, wie langsam die Busse eintrudelten und die Straßen sich füllten. Es zahlt sich also aus, früh dran zu sein.

 

Wenn man im Dezember oder auch noch Anfang Jänner in New York ist, dann ist es ein absolutes Muss und eine Empfehlung meinerseits sich dieses Spektakel anzusehen. Es ist total over the top und irre aber auch wahnsinnig schön und romantisch. Man muss es einfach selbst gesehen haben, wie so vieles in meiner Lieblingsstadt.

Tag 5

Nutella Café

Unser 5. Tag begann gleich einmal mit einem Food-Highlight. Das Nutella Café hatte erst einige Monate zuvor am Union Square eröffnet und ist das zweite seiner Art, denn das erste Nutella-Café eröffnete 2017 in Chicago. Für Nutella-Liebhaber ein absolutes Must-See, denn dort erwarten euch Pancakes und Crepes mit Nutella, Nutella-Eis, Nutella-Kaffee und einfach alles was das Nutella-Herz begeht. 

Übrigens gibt es dort auch coole Mitbringsel und Andenken zu kaufen. Ich für meinen Teil habe dort meinen absoluten Lieblingsbecher gefunden, der mich immer wieder an diese tolle Reise erinnern wird (auf der anderen Seite steht Nutella-Café). 

Dumbo in Brooklyn // Foto-Spot und Brooklyn Bridge Park

Später an diesem Tag zog es uns wieder nach Brooklyn. Bei unserer letzten NY-Reise sind wir zwar über die Brooklyn Bridge gegangen aber der berühmte Foto-Spot von Dumbo (kurz für Down Under the Manhattan Bridge Overpass) ging sich leider nicht aus. Für mich als Fotografie-Begeisterte natürlich ein Muss und deshalb habe ich mich total auf diesen Platz gefreut. 

 

Am besten kommt man mit der Subway nach Dumbo, indem man bei der High Street oder Clark Street aussteigt. Wir haben die Gegend ein bisschen zu Fuß erkundet und merkten wieder, obwohl Manhattan ganz nah war, dass es eine ganz andere Welt ist. Es ist nicht überfüllt und es war angenehm einmal ein bisschen mehr Platz zu haben. Man findet coole Lokale, Restaurants und trendige Museen und Galerien. 

 

Je näher man der Manhattan Bridge kam, desto mehr Menschen konnte man sehen, bis wir dann einmal um die Ecke bogen und einfach enorm viele Menschen mitten auf der Straße standen. Wir waren nun an der Ecke Washington Street/Water Street - sehr touristisch natürlich aber einfach ikonisch. Die Autofahrer waren teilweise sehr gelassen, obwohl wirklich viele Menschen mitten auf der Straße standen, um das perfekte Foto zu schießen.

 

Ein wahnsinnig toller Moment war das, als ich endlich an diesem berühmten Ort stand, von dem aus man durch die Brücke hindurch das Empire State Building sehen kann. Ich hatte den Ort schon etliche Male auf Fotos, Filmen und vor allem in meiner Lieblingsserie Gossip Girl gesehen aber es live zu sehen war umwerfend. Man muss zwar eine Weile den richtigen Platz und Winkel finden aber dann bietet sich ein traumhafter Blick auf diese Kulisse. 

Magisch, oder? Nach einigen Minuten gingen wir dann weiter Richtung Wasser zum Brooklyn Bridge Park. Im Sommer ist es dort rappelvoll aber jetzt im Winter bei dem eisigen Wind - und gedämmert hat es auch allmählich - war fast niemand dort. Der Ausblick war der Hammer und das Feeling ganz anders als damals im Sommer. Es war richtig romantisch und schön das Plätschern vom Wasser zu hören und die Lichter langsam angehen zu sehen.

Tag 6

Central Park

Unser vorletzter Tag war nun angebrochen und ich verspürte schon eine gewisse Traurigkeit, die mir sagte, dass unsere Reise leider bald zu Ende sein wird. Aber es hilft alles nichts, uns stand ein wunderschöner Tag bevor und der wollte auch genossen werden.

 

Nach unserem Frühstück to go - meist ein Dunkin Donut und ein Starbucks - machten wir uns damit auf den Weg in den Central Park, auch einer meiner Lieblingsorte in der Stadt. Wir gingen beim Columbus Circle hinein und erkundeten neue Wege. Ich finde es immer wieder interessant, wie ruhig und weitläufig der Central Park ist. Gerade ist man noch mitten im Geschehen - alles ist laut und schrill - und dann auf einmal steht man in der Natur und die Stimmung ist ruhig und gelassen. Ich genoss die Zeit und Stille zum Fotografieren und auch einige Eichhörnchen liefen uns über den Weg, einfach traumhaft.

Mittags bekamen wir Hunger und gingen zu "Loeb Boathouse" mitten im Central Park - das einzige Restaurant an einem See in Manhattan. Wir gingen ins Express Café, da das Restaurant leider voll war. Als wir und jedoch nach dem Essen die Preise des Restaurants angesehen haben, waren wir froh, dass es keinen Platz mehr gab. Das typische amerikanische Essen - Burger & Pommes - war aber auch im Café richtig lecker. Wer also schnell etwas snacken möchte, ist hier sehr gut aufgehoben, denn auch die Preise waren wirklich günstig für diese einzigartige Lage.

MoMA - Museum of Modern Art

David und ich sind nicht unbedingt Kunstinteressiert, aber das MoMA musste ich unbedingt besuchen. Von unserem Hotel aus konnten wir zu Fuß hingehen und machten uns gegen 15:30 auf den Weg. Ich habe mich gut informiert und wusste, dass freitags von 16 - 20 Uhr der Eintritt komplett gratis war. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, immerhin ersparten wir uns so satte 50$. Die Schlange war lang und sie ließen immer nur eine bestimmte Anzahl von Personen hinein, damit das Museum nicht komplett überfüllt war. Eine Angestellte erklärte uns, als wir uns gerade in die Schlange stellen wollten, dass wir erst gegen 17 Uhr wieder kommen sollten, dann wäre der Ansturm schon ein bisschen vorüber und die Wartezeit geringer. Also gingen wir noch einen Kaffee trinken, schlenderten ein bisschen durch die Stadt und gingen dann langsam wieder zurück.

 

Und wirklich: die Schlange war weg und wir waren innerhalb von wenigen Minuten im Museum. Es war natürlich rappelvoll, aber immerhin gratis. Wir waren glaube ich fast 2 Stunden im Museum, dass sich über mehrere Etagen erstreckt und waren begeistert.

 

Das Bild wo so viele Leute zu sehen sind, entstand in einem Raum wo ein Van Gogh hing, nicht überall im Museum war es so beengend.

Hinweis: Das MoMA hat derzeit geschlossen und eröffnet wieder im Oktober 2019. Es kann also sein, dass es dann keinen gratis Eintritt mehr geben wird beziehungsweise ist er vielleicht an einem anderen Tag. Ich würde also raten, vorher immer zu googlen.

Empire Hotel - Rooftop Bar

Nachdem wir so begeistert von dem Italiener gleich neben unserem Hotel waren (siehe Teil 1), aßen wir auch wieder dort zu Abend. Da es unser letzter Abend war, wollte ich unbedingt noch in eine Rooftop-Bar, und da wir bei unserem letzten Aufenthalt nicht in der Bar vom berühmten Empire Hotel waren, freute ich mich besonders darauf. Wie ihr aus einem meiner NY-Artikel aus 2017 vielleicht wisst, bin ich großer Gossip Girl Fan (hier könnt ihr mehr darüber lesen).

 

In der Serie besitzt Chuck Bass das Hotel und auch viele Szenen wurden direkt im Hotel gedreht. Die Bar in der letzten Etage des Hotels war schon lange auf meiner New York Bucket-List und ist vor allem auch im Sommer ein echtes Highlight. Wir gingen vom Italiener zu Fuß hin und endlich angekommen, war ich überwältigt von der coolen Aussicht mit dem Lincoln Center direkt darunter.

 

Natürlich durfte der Cocktail, der den Namen "Gossip Girl" trug, nicht fehlen. Alles war sehr lecker aber auch teuer - Manhattan eben. Der Abend war aber richtig schön und die Bar wird uns wohl beim nächsten Mal wieder sehen.

Goodbye, New York.

Am letzten Tag gingen wir gemütlich frühstücken, dann spazierten wir noch einmal zum Rockefeller Center und zum Times Square. Gegen Nachmittag hieß es dann leider wieder ab zum Flughafen. Diesmal vergoss ich keine Tränen, so wie beim letzten Mal, da auch die Vorfreude nach Hause zu kommen und allen von der Neuigkeit aus Teil 1 zu erzählen, sehr groß war. Wir haben beschlossen, die Verlobung noch für uns zu behalten und dann allen persönlich davon zu erzählen, sobald wir zu Hause waren.

 

Nichtsdestotrotz war ich wieder etwas geknickt an dem Tag. New York hat mich auch im Winter komplett in seinen Bann gezogen - auch wenn der gewünschte Schnee leider ausblieb. Es war einfach so schön zu sehen, wie die Stadt, die wir ja im Sommer gesehen hatten, auf einmal komplett in Weihnachtsbeleuchtung gehüllt war. Die Stadt hat auch im Winter so viel zu bieten und ist, wie ich finde, auch sehr romantisch.

 

Ich glaube New York wird mir immer gefallen und auch zu jeder Jahreszeit. Die Stadt hat sich noch tiefer in mein Herz geschlichen und durch David's Antrag wurde unser Aufenthalt noch magischer, als ich es mir je hätte vorstellen können.

 

 

Ich hoffe, meine Beiträge zu New York im Winter haben euch gefallen und ich konnte euch einen kleinen Einblick in unsere Reise geben.

 

Eure

Sarah :)

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